Petersilie – die heilige Pflanze

Botanischer Name: Petroselinum crispum
Pflanzenfamilie:
Doldenblütler
Weitere Namen:  
Petersil, Peterle, Peterling, Petergrün, Silk

Anwendungsgebiete: unter anderem bei Entzündungen, Nierensteinen und bei Arthritis,

 

Die Petersilie gehört seit jeher zu den beliebtesten Kräutern. Ob zum Würzen beim Kochen, zu medizinischen Zwecken oder einfach nur zum Garnieren – das glatte oder gekrauste Blatt wird heute wie früher gern in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Sie eignet sich zum Würzen von Soßen und als Beigabe zu Salaten. Mit ihr als Hauptzutat lässt sich aber auch ein sehr schmackhaftes Pesto herstellen. Da sie beinahe auch zur Grundausstattung eines jeden Supermarkts gehört, wird die Petersilie am liebsten frisch verwendet. Aber auch tiefgefroren oder getrocknet ist sie erhältlich. Damit sie nach dem Kauf möglichst lange frisch bleibt, solltest du sie am besten in ein feuchtes Papiertuch wickeln und in einer Frischetüte im Kühlschrank lagern.

 

Ein kraut mit langer Geschichte

Die Verwendung der Petersilie geht auf eine lange Geschichte zurück. So wurde sie im antiken Griechenland als heilige Pflanze betrachtet. Die Sieger der Isthmischen und Nemeischen Spiele wurden gar mit Kränzen aus Petersilie geehrt. Sie verbanden mit der Pflanze zugleich auch den Tod und zeigten sich ihr gegenüber ehrfürchtig. Denn laut der griechischen Mythologie wurde der griechische Held Archemorus von seiner Schwester als Baby auf einem Petersilienblatt zurückgelassen und schließlich von einer Schlange gefressen. Deshalb integrierten die Griechen die Petersilie in ihre Bestattungsrituale, um die Toten zu ehren und zu desodorieren.

Und auch im Judentum spielt das Kraut eine wichtige Rolle und wird an Pessach auf dem Sederteller als Symbol für neues Leben mit angerichtet. Um 400 vor Christus diente sie Hippokrates, der als berühmtester Arzt des Altertums gilt, zudem als Heilmittel und als Gegenmittel von Giften. Er nutzte das Kraut, um seine Patienten von Nieren- und Blasensteinen zu befreien. Die Petersilie diente aber auch zur Linderung von Beschwerden, die auf einen Vitamin-C-Mangel zurückzuführen sind. So wurde sie auch Patienten mit Zahnfleischproblemen und Sehproblemen verabreicht.

Die Petersilie wurde auch von Frauen zur Förderung der Menstruation und damit zur Linderung von Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Hervorgerufen wird diese Wirkung durch den in der Petersilie enthaltenen Stoff Apiol, der dem weiblichen Hormon Östrogen ähnelt. Petersilie wurde aber auch bei Wassereinlagerungen und beim Abwehren von Malaria eingesetzt.

 

Wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit

Einige, der damals angenommenen Wirkungsweisen der Petersilie, konnten durch die moderne Wissenschaft bewiesen werden. So ist die Petersilie reich an Vitamin A und C und kann tatsächlich Giftstoffe aus dem Körper entfernen und Entzündungen reduzieren. Wer hätte gedacht, dass die Petersilie gar dreimal so viel Vitamin C enthält als Orangen? Und auch heute noch wird die Petersilie in der Naturheilkunde bei Nierensteinen, als Diuretikum für rheumatoide Arthritis, als Stimulans zur Menstruationsregulierung und als Appetitanregungsmittel eingesetzt.

Bereits gepresster Petersiliensaft ist in Kräuterläden erhältlich und gilt als sehr gesund. Da der Geschmack allerdings sehr intensiv ist, empfiehlt es sich, diesen mit anderen (wohlschmeckenden) Säften zu mischen.

 

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Bild von nile auf Pixabay

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