Salbei – nicht nur in der Erkältungszeit ein gefragtes Kraut

Botanischer Name: Salvia
Pflanzenfamilie:
Lippenblütler
Weitere Namen:  
Sabikraut, Scharlachkraut, Scharlei, Tugendsalbe, Altweiberschmecken, Gschmackblatteln, Salf, Salser, Selve, Zaffe

Anwendungsgebiete: bei Erkältungen, zum Abstillen

 

Salbei stammt ursprünglich aus Südeuropa und wird in den Mittelmeergebieten angebaut. Allerdings ist das Kraut auch in unseren Breiten sehr beliebt und gedeiht ebenso in unseren heimischen Gärten. Dabei wird Salbei besonders gern zum Würzen von Wurst, Schweinefleisch, Lammfleisch, Salaten und diversen Füllungen verwendet. Als Gewürz eignet es sich gut in Kombination mit Thymian, Rosmarin und Basilikum. Der Geruch von Salbei ist sehr aromatisch. Aber auch der Geschmack ist sehr intensiv, weshalb Salbei beim Kochen eher sparsam eingesetzt werden sollte. Wie die meisten anderen Kräuter entfaltet das Kraut sein volles Aroma erst, wenn es lange Zeit mitkochen kann. Daher eignet es sich vor allem als Füllung von Fleischgerichten mit einer langen Garzeit.

 

Salbei in getrockneter Form

Wer selbst Salbei in seinem Kräutergarten anbaut, kann stets frische Blätter ernten. Und sollte die Pflanze einmal mehr Blätter tragen, als benötigt werden, lassen sie sich für den späteren Bedarf auch gut einfrieren oder trocknen. Denn auch in getrockneter Form bleiben die Aromastoffe erhalten, so dass Salbei niemals seinen typischen Geruch verliert. Aufgrund dessen wird Salbei auch gern in Potpourris verwendet oder auch zur Herstellung von Seifen und Parfums genutzt.

 

Verwendung in der Naturheilkunde

Salbei ist aber mehr als nur ein aromatisches Kraut. Die Pflanze enthält eine Vielzahl positiver Wirkstoffe, die die Naturheilkunde für sich nutzt. In der Vergangenheit wurde es so genutzt, um Schlangenbisse zu heilen, den Körper zu beleben und den Geist zu reinigen. Im Mittelalter war außerdem Salbeitee ein beliebtes Mittel, dass bei Erkältungen, Fieber, Leberleiden und Epilepsie eingesetzt wurde. Und noch heute greifen viele Menschen bei Halsschmerzen gern auf Salbeitee oder Salbeibonbons zurück, um die Beschwerden zu lindern. Grund dafür ist die antivirale und entzündungshemmende Wirkung, wofür der Salbei bekannt ist. Da Salbei während der Stillzeit die Milchbildung stark hemmt, wird es von Frauen häufig auch zum Abstillen verwendet. Außerdem soll es bei juckender Haut helfen, indem man das Kraut dem Badewasser zugibt. Aufgrund seiner schweißhemmenden Wirkung ist der Salbeitee auch im Sommer – außerhalb der klassischen Erkältungszeit – ein beliebtes Getränk.

Der Name des Krauts leitet sich von dem lateinischen Begriff „salvus“ ab und heißt übersetzt heil oder gesund. Seit der Antike wird Salbei mit Langlebigkeit und geistiger Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht.

 

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Bild von congerdesign auf Pixabay

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