Wie Stress krank macht

Nur noch schnell die E-Mail zu senden schreiben, dann schnell den Rechner runterfahren und nichts wie raus aus dem Büro und die Kinder aus der Kita abholen. Dann Essen machen, noch fix eine Waschmaschine anstellen, die Kinder zu Bett bringen, zwischendurch noch einmal einen Blick in das E-Mail-Postfach riskieren und ab ins Bett, denn der nächste Tag beginnt in der Früh und der Stress geht weiter…

So wie in dem beschriebenen Alltag einer berufstätigen Mutter rennen viele Menschen der Zeit hinterher und befinden sich im Dauerstress. Mit stets erhöhtem Blutdruck haben sie Angst, dem Druck nicht stand zu halten und stressen sich selbst dann noch mehr.

Doch wer stets in Alarmbereitschaft ist und seinem Körper keine Ruhephasen gönnt, schöpft immer mehr aus seinen Energiereserven und wird irgendwann krank. Denn ein solcher Dauerstress ist u.a. verantwortlich für konstant hohe Blutzuckerwerte, ähnlich die eines Diabetikers. Mit den gleichen Folgen. Denn die erhöhten Werte schädigen die Blutgefäße, wodurch wiederum das Herz und der Kreislauf besonders stark belastet und ebenfalls geschädigt werden.
Hinzu kommt der permanent angeregte Stoffwechsel, der Sauerstoffmoleküle freisetzt, denen Elektronen fehlen. Um den Mangel zu schließen, nehmen sich diese die Elektronen aus anderen Molekülen und zerstören so gesunde Zellen.

Hinzu kommt der permanent angeregte Stoffwechsel, der Sauerstoffmoleküle freisetzt, denen Elektronen fehlen. Um den Mangel zu schließen, nehmen sie sich diese die Elektronen aus anderen Molekülen und zerstören so gesunde Zellen. Auf diese Weise altert der Körper schneller und erkrankt schlimmstenfalls sogar an Krebs.

Chronischer Stress

Von chronischem Stress ist die Rede, wenn der Körper über Tage oder Wochen einer permanenten Belastung ausgesetzt ist, die er kaum Stand halten kann. Eine typische Begleiterscheinung, die Dauerstress mit sich führt ist, dass die betroffene Person dann meist auch einem ungesunden Lebensstil verfällt, um den Stress zu kompensieren. Neben einer Fehlernährung und Bewegungsmangel können ebenso Alkohol- und Medikamentenmissbrauch aus dieser Dauerbelastung resultieren.

Der Körper wird also gleich auf zweifache Art und Weise geschädigt.

Die Liste der Krankheiten bzw. der negativen Auswirkungen, die ein solcher Dauerstress auslösen kann, ist endlos lang. Zu den häufigsten zählen dabei:

  • Verdauungsstörungen
  • Übergewicht
  • ein geschwächtes Immunsystem
  • Depressionen
  • Hörsturz
  • Kopfschmerzen
  • Sexuelle Unlust
  • Schlafstörungen

Aber auch das Risiko für schwerwiegende Krankheiten wie etwa Alzheimer und Osteoporose steigt durch Stress.

Stress erhöht das Risiko für eine spätere Alzheimer-Erkrankung

Schwedische Forscher der Göteborg Universität haben den Zusammenhang zwischen Stress und der Alzheimer-Entstehung erforscht und dazu über einen Zeitraum von fast 40 Jahren Frauen beobachtet und diese regelmäßig psychologischen Tests unterstellt.

Dabei fanden sie heraus, dass die Frauen, die sich durch die Tests als stressanfällig herausstellten, im Alter häufiger auch an Alzheimer oder Demenz erkrankten. Grund dafür sei laut der Forscher, dass Stress unseren Hippocampus schädige, also den Teil des Gehirns, der für unser Gedächtnis zuständig ist.

Stress erhöht das Risiko für Osteoporose

Um einen möglichen Zusammenhang zwischen Stress und der Knochenerkrankung Osteoporose zu untersuchen, wurde ebenfalls eine Studie erstellt. Diese wurde von Wissenschaftlern der Hebräischen Universität in Jerusalem und der Universität Pécs in Ungarn an Mäusen durchgeführt:

Dazu wurde ein Teil der Mäuse einem Dauerstress ausgesetzt, in dem sie u.a. für eine längere Zeit kein Wasser erhielten, nachts das Licht an blieb, die Käfige nicht gereinigt wurden und sie öfter Lärm ausgesetzt wurden. Und bereits nach vier Wochen konnten die Wissenschaftler bei ihnen eine veränderte Knochenstruktur aufweisen. Die Knochendichte nahm allmählich ab. Als die Forscher diesen Mäusen dann allerdings ein Anti-Depressivum verabreichten, verbesserte sich nicht nur ihr Stimmung, sondern auch wieder die Knochendichte.

 

Foto: © moerschy/pixabay.com

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